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Exkursion in das Memorial Mauthausen

 

Matthausen

Am Freitag, dem 22. März 2019, um 7:20 Uhr trafen sich die Klassen 6A, 7A und SchülerInnen aus der 5A im Hauptbahnhof, um die KZ Gedenkstätte Mauthausen in Oberösterreich zu besuchen. Die Begleitpersonen waren unser Herr Direktor Eichinger und Professor Gilli.

Mit dem Zug dauerte die Reise nach Linz ca. zwei Stunden und von dort nahmen wir den Bus bis Mauthausen. Von dem Bushaltstelle spazierten wir etwa 15 Minuten durch den Ort, einen Hügel hinauf, bis wir das Memorial erreichten. Wir wurden in die Eingangshalle gelotst und dort in zwei Gruppen eingeteilt und wurden jeweils von einem Lehrer auf unseren Touren begleitet.

Von unserem Gruppenleiter wurden wir begrüßt und er führte uns zunächst aus dem Gebäude. Am Anfang wurden wir gefragt, was wir über diesen Ort wussten und  warum wir da waren. Die nächste Frage, bezog sich auf die große Mauer hinter uns, welche das Lager eingrenzte. Der Gruppenleiter wollte wissen, was für einen Eindruck sie auf uns machte. Wir antworteten einstimmig, dass sie bedrohlich und einengend aussah.

Nun gingen wir zum nächsten Platz, der der Abschnitt des ehemaligen Krankenlagers war. Dieses Krankenlager war ein Sterbelager, denn es gab keine medizinische Versorgung für die Patienten. Das Tragische daran war, dass neben dem Krankenlager ein Fußballfeld der SS-Soldaten gewesen war. Die Soldaten hatten Fußball gespielt und daneben hatten die Menschen gelitten. Wie herzlos konnten die Menschen sein!

Als nächstes wurden wir auf einen Hügel geführt, von welchem aus man den Steinbruch sehen konnte, in dem die Insassen unter unmenschlichen Bedingungen Granit und andere Steine abbauten. Es gab zwei Gruppen: Eine Gruppe sprengte die Steine aus dem Felsen und die zweite Gruppe musste diese ca. 60 kg schweren Brocken eine sehr steile Stiege hinaufschleppen. Wer bei einer dieser Tätigkeiten verletzt wurde, wurde erschossen, da er laut den Soldaten „arbeitsunfähig“ war. Infolgedessen wurde diese Stiege die Todesstiege genannt.

Danach erfuhren wir über das Leben der SS-Soldaten. Im Kommandantenplatz genossen sie ihre Freizeit. Die Wachmannschaft und die Kommandanten waren nicht alleine oder ausgeschlossen von der Welt, sondern aktiv und sozial in die Dorfgemeinschaft eingebunden. Sie entwickelten für sich eine neue Welt hier, indem sie in verschiedenen Vereinen teilnahmen.

Die nächste Station führte uns in das Lagerinnere, wo wir die „Klagemauer“ sahen. Früher wurden KZ-Häftlinge hier aufgereiht und psychisch zermürbt, bevor es in die unterirdischen Duschen ging, welche wir auch betraten. Diese wirkten sehr lieblos. Das Schlimmste war, dass die alten Häftlinge die neuen rasierten. Dadurch entwickelten die SS- Soldaten eine Hierarchie zwischen den Häftlingen. Infolgedessen entwickelte sich einen Hass auf die eigene Gruppe.

Jetzt wurden wir in eine der Baracken für die Gefangenen gelotst. Wieder draußen erfuhren wir über den Alltag der Gefangenen in dem Lager. Wir hörten auch, wie die Gefangenen aktiv waren und mehrere Massenausbrüche wagten. Von diesen Massenausbrüchen mit etwa 500 Häftlinge überlebten am Ende elf Personen.

Anschließend sahen wir ein Krematorium, in welchem die Leichen verbrannt wurden, und danach besichtigten wir die Gaskammer. Wir verließen sie schnell wieder und kamen auf dem Weg hinaus noch an dem provisorischen Galgen und einer nachgebauten Genickschuss-Ecke vorbei.

Der Lehrausgang war sehr informativ und aufschlussreich und wir würden unseren MitschülerInnen empfehlen, die Gedenkstätte Mauthausen zu besuchen.

Baraa Shammari, 7A

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